Augenlasern-Operation
Inhalt
Beschreibung
Eine Augenlaseroperation wird zur Korrektur von Sehstörungen wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus (ungleichmäßige Krümmung der Hornhaut - Stabsichtigkeit) eingesetzt, für die andernfalls eine Brille oder Kontaktlinsen erforderlich wäre.
Derzeit werden in der Augenheilkunde zwei Arten von Lasern verwendet: der Excimer-Laser und der Femtosekunden-Laser, und sie werden zur Durchführung von Operationen zur Korrektur der Sehschärfe (Sehfehlerkorrektur) eingesetzt.
Fakten
- Lokale Betäubung
- Ambulanter Eingriff
- Operation dauert bis zu 60 Minuten
- Verbesserung der Sehkraft innerhalb von 7 Tagen
PRK – Photoreaktive Keratektomie ist ein Laserverfahren zur Korrektur von geringer und mittlerer Kurzsichtigkeit und Astigmatismus mithilfe eines Excimer-Lasers.
- Bei dieser Operation wird zunächst die Epithelschicht der Hornhaut mechanisch entfernt (das Epithel selbst regeneriert sich innerhalb weniger Tage nach der Operation).
- Anschließend entfernt der Laser einen Teil der Hornhaut, sodass das ins Auge einkommende Licht genau auf die Netzhaut fokussiert wird und das Bild, das wir beobachten, scharf ist.
- Zum Schutz des Auges wird am Ende der Operation eine Kontaktlinse eingesetzt (diese wird bis zur Abheilung des Hornhautepithels getragen).
Es handelt sich um eine Augenoperation, bei der erstmals in 1987 ein Laser eingesetzt wurde. Diese Operation eignet sich besonders für Patienten mit einer sehr dünnen Hornhaut.
Nachteile der Operation sind einige Schmerzen, tränende Augen und Lichtempfindlichkeit (Photophobie). Die Genesungszeit beträgt etwa 5 Tage.
Bei diesem Verfahren besteht weiterhin das Risiko des Syndroms des trockenen Auges (ein Auge, das zu wenig Tränen hat und regelmäßig Befeuchtung mit Tropfen benötigt) und die Verbesserung des Sehvermögens stellt sich erst nach einigen Wochen ein.
Aufgrund dieser Nachteilen und Risiken wurden modernere Methoden der Laserbehandlung – LASEK und LASIK – eingeführt.
LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis) ist eine Laseroperation zur Korrektur von Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus (also verschiedene dioptrische Störungen). Bei dieser Operation kommen beide Lasertypen zum Einsatz.
- Bei Operationen wird zunächst die Hornhautlamelle zurückgeklappt (mittels Femtosekundenlaser wird ein dünner Teil der Hornhaut abgeschnitten und zurückgeklappt).
- Anschließend werden die tieferen Schichten der Hornhaut je nach Bedarf angepasst (abgeflacht bei kurzsichtigen Patienten oder gebogen bei weitsichtigen Patienten). Zum Einsatz kommt ein Excimer-Laser, der sogenannte Photoablation des Stromabetts macht.
- Am Ende der Operation wird die Lamelle wieder in das Auge zurückgeführt. Diese heilt sich innerhalb von 12 Stunden von selbst ab.
Der Vorteil der Operation ist die Wiederherstellung des Sehvermögens bereits wenige Stunden nach der Operation.
Es stehen verschiedene Modifikationen von LASIK-Operationen zur Verfügung, wie zum Beispiel: iLASIK, FemtoLASIK, Z-LASIK, EpiLASIK.
Für Patienten mit zu dünner Hornhaut und starker Weitsichtigkeit ist diese Methode nicht geeignet.
LASEK (laser assissted epithelial keratomileusis) ist eine Laser-Augenoperation, die für Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus geeignet ist und die Vorteile von PRK und LASIK kombiniert. LASEK ist schonender und daher auch für Patienten mit dünnerer Hornhaut geeignet.
- Das Hornhautepithel wird nicht durchtrennt, sondern durch die Einwirkung von Alkohol getrennt.
- Weiter kommt mit der Behandlung der Hornhaut (Laser-Photoablation) mit einem Excimer-Laser zum Einsatz.
- Am Ende der Operation kehrt das Hornhautepithel an seinen ursprünglichen Platz zurück und das Auge wird durch eine Linse geschützt, die einige Tage lang getragen wird (3 - 4 Tage bis zur Heilung des Epithels).
SMILE oder RELEX SMILE ist eine Methode, bei der die Hornhaut mit einem Femtosekundenlaser behandelt wird und dieser geschnittene Teil der Hornhaut mithilfe eines kleinen bogenförmigen Schnitts ausgewählt wird, der die Form eines Lächelns ͜ (daher SMILE) hat.
Laserkorrekturoperationen zielen darauf ab, dioptrische Fehler (Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus) an Augen zu korrigieren, die nicht an einer anderen Augenerkrankung leiden (zum Beispiel: Grauer Star, Glaukom).
Vor der Operation ist eine Untersuchung des Patienten notwendig:
- Das Sehvermögen (Visus) wird untersucht, um den Dioptrienfehler des Auges festzustellen. Als nächstes folgt der vordere Augenabschnitt – Augenlider, Tränenfilm, Hornhaut, Iris und Linse, Bindehaut.
- Anschließend werden Netzhaut und Sehnerv untersucht. Es ist wichtig, die Untersuchung mit der Augeninnendruckmessung zu ergänzen.
- Hornhauttopographie – das Gerät erstellt eine 3D-Karte des Brechungsfehlers der Hornhaut.
Während der Untersuchung muss das Auge mit Tropfen erweitert werden (mit zykloplegischen Medikamenten) – das Sehvermögen verschlechtert sich daher für ca. 4 Stunden (nur verschwommenes Sehen) und nach der Untersuchung ist eine Heimfahrt mit der Hilfe erforderlich. (Achtung - Eine Laseroperation ist bei der Akkomodationslähmung nicht möglich, Sie benötigen daher einen neuen Termin für die Laseroperation).
Die Untersuchung selbst dauert etwa 1,5 - 2 Stunden. Über einzelne Untersuchungen informiert Sie Ihr behandelnder Arzt.
Wenn eine Operation geplant ist, ist es notwendig, mindestens 5 Tage vor dem Eingriff keine Kontaktlinsen zu tragen und diese durch eine Brille zu ersetzen, damit die Hornhaut nicht gereizt wird.
Am Tag der Operation wird die Augenoberfläche mit Betäubungstropfen betäubt.
Schutz des Auges während der Operation vor unwillkürlichen Bewegungen:
- Weil der Patient wach ist, überwacht das Lasergerät mithilfe eines automatischen Systems (Eye-Tracker) selbstständig die Position des Auges und schaltet sich daher automatisch ab.
Der Eingriff dauert pro Auge etwa 5 - 15 Minuten.
Nach einer Laseroperatione kann der Patient sofort sehen, das Bild kann jedoch unscharf sein. Die Sehkorrektur erfolgt in der Regel innerhalb von 7 Tagen und die Ergebnisse der Korrektur sind innerhalb eines Monats sichtbar.
Sauna, Schwimmbad und schwerere körperliche Aktivität sinr ersr nach einem Monat erlaubt.
Nach dem Eingriff kann es beim Patienten zu Schmerzen (Brennen und Stechen der Augen), Lichtempfindlichkeit, Trockenheit der Augen oder im Gegenteil zu Tränenfluss und Rötung der Augen kommen. Diese Symptome verschwinden in der Regel innerhalb weniger Tage von selbst.
Die Operation wird bei Patienten ab dem 18. Lebensjahr (idealerweise 18 - 45 Jahre) durchgeführt. Der Dioptrienfehler des Auges muss stabil sein (Dioptrien haben sich seit mindestens 1 Jahr nicht verändert), ohne Erkrankungen der Netzhaut und Hornhaut (z. B. Hornhautnarben).
Für Patienten mit schwerem Diabetes, Immunerkrankungen, rheumatischen Erkrankungen und Herzschrittmacher ist die Operation nicht geeignet.
Bei akuten Augeninfektionen muss der Eingriff verschoben werden. Ebenso wird eine Operation während der Schwangerschaft und Stillzeit verschoben.
Das Sehvermögen ist das wichtigste Sinnesorgan des Menschen und daher ist es notwendig, sich vor der Operation über die möglichen Risiken einer Laseroperation zu informieren.
Informieren Sie sich vorab bei Ihrem behandelnden Augenarzt über die Risiken und Komplikationen.