Brustvergrößerung (Augmentation der Brust)

Inhalt

Beschreibung

Brustoperationen (Vergrößerung, Verkleinerung, Modellierung, Rekonstruktion) gehören zu den am häufigsten nachgefragten Eingriffen in der plastischen Chirurgie.

Eine Brustvergrößerung kann auf verschiedene Arten durchgeführt werden, die gebräuchlichsten sind:  

  • Brustimplantate (Silikon oder Polyurethan)
  • Brustvergrößerung mit Eigenfett

Fakten

  • Vollnarkose
  • Krankenhausaufenthalt 1-5 Tage
  • Operation dauert 1-3 Stunden
  • Genesung innerhalb von 2 Wochen, Sport nach 6 Wochen

Brustimplantate bestehen aus einer inerten Silikonhülle und sind mit Silikongel oder physiologischer Lösung (Kochsalzlösung) gefüllt.

Die Silikonhülle ist entweder glatt oder geriffelt (strukturiert). Das Implantat hat eine halbkreisförmige Form oder die Form eines Tropfens (anatomisches Implantat). Kugelförmige Implantate eignen sich für Brüste mit höherem Fettanteil, anatomische Implantate haben eine natürlichere Form.

Implantate werden in verschiedenen Schichten platziert: unter der Haut, unter der Brustdrüse, unter dem Muskel.

Implantate haben eine lebenslange Garantie, allerings bildet sich um die Implantate herum eine Kapsel – eine Tasche, die nach einiger Zeit (etwa 10 Jahre nach der Brustvergrößerung) zu Kontrakturen (Kapselkontraktur) führen kann und die Brust verhärtet und deformiert. In diesem Fall ist ein Austausch des Implantats sinnvoll.

Zu den Komplikationen bei der Verwendung von Implantaten gehört deren Rissbildung – Ruptur. Die neuen Generationen von Implantaten enthalten kohäsives Gel und daher besteht keine Gefahr, dass das Gel in den Körper oder den Blutkreislauf gelangt.

Polyurethanimplantate werden in ähnlichen Formen und Größen wie Silikonimplantate hergestellt, sind jedoch leichter.

Die Methode, bei der Eigenfett entnommen und nach der anschließenden Verarbeitung an die gewünschten Stellen zur Volumenauffüllung übertragen wird, nennt sich Lipografting (Lipotransfer).

Die Fettabsaugung erfolgt mittels Liposuktion an den Oberschenkeln (Innenseite der Oberschenkel) oder am Bauch. Anschließend wird das Fett verarbeitet und mit feinen Nadeln aufgetragen.

Der Vorteil dieser Methode ist die Verwendung von körpereigenem Eigenfett. Der Nachteil besteht jedoch darin, dass nur eine bestimmte Menge Fett genutzt werden kann, da dieses an der neuen Stelle verpflanzt werden muss. Ein Teil des Fettes wird resorbiert und daher ist es in der Regel notwendig, den Eingriff zu wiederholen.

Mit dieser Operation werden die besten Ergebnisse bei der Korrektur eingedrückter Narben und der Korrektur der Brustform erzielt.