Regenerative Medizin in der Orthopädie
Inhalt
Beschreibung
Die regenerative Medizin in der Orthopädie nutzt Methoden zur Regeneration (Verjüngung) von Sehnen, Knorpeln, Bändern und Geweben. Sie beschleunigt die Heilung und lindert Schmerzen.
Verwerdet sind: Hyaluronsäure, niedermolekulare Peptide, PRP und Stammzellen.
Diese Präparate werden als Injektionen in die Gelenke und umliegendes Gewebe (z. B. Achillessehne) appliziert. Sie eignen sich bei Arthrose, Entzündungen, postoperativen Schmerzen, Arthritis.
Fakten
- Lokale Betäubung
- Ambulantes Verfahren
- Der Eingriff dauert 60 – 90 Minuten
- Ablauf in mehreren Sitzungen
- Hyaluronsäure – aus der ästhetischen Medizin als hydratations und füllendes Material bekannt, wird als Injektion in Gelenke (Schulter, Knie, Hüftgelenk) bei Schmerzen, Entzündungen, Arthritis eingesetzt. In der Regel werden 3-5 Dosen verabreicht, die Hyaluronan in den Gelenken ersetzen und dessen Produktion anregen. Modern sind niedermolekulare Peptide, die durch Hydrolyse von Kollagenen gewonnen werden (sie eignen sich zur Knorpelregeneration). Die Wirkung hält 6-12 Monate an.
- Stammzellen – undifferenzierte Stammzellen sind natürlich vorkommende Zellen, deren Aufgabe es ist, fehlende spezialisierte Zellen im Gewebe zu ersetzen. Sie werden während der Heilung aktiviert. Sie kommen in größeren Mengen im Fettgewebe und im Knochenmark vor. Sie werden bei der Lipografting aus dem Fett entnommen und nach der Verarbeitung auf die beschädigte Stelle aufgetragen. Sie reduzieren Entzündungen und regenerieren das Gewebe.
- Blutplättchen – Behandlung mit Blutplättchen angereichertem Plasma (PRP – Platelet Rich Plasma). Plasma und Blutplättchen enthalten Wachstumsfaktoren und Proteine, die die Heilung, Regeneration und Reparatur stimulieren. Der Vorteil liegt in der Verwendung von Eigenblut des Patienten – 10 ml (nach der Entnahme des Eigenbluts wird das Blut zentrifugiert und Plasma mit Blutplättchen gesammelt). Es werden 4-6 Sitzungen verwendet.
