Vergrößerung der Prostata (Prostatahyperplasie)

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Beschreibung

Die Prostata (Vorsteherdrüse) ist eine männliche Drüse, die sich mit zunehmendem Alter vergrößern kann (man spricht von gutartiger/benigne Prostatahyperplasie - BPH), was zu Problemen beim Wasserlassen führt, weil sie Druck auf die unteren Harnwege ausübt.

Die klassischen Symptome sind häufiges Wasserlassen, nächtliches Wasserlassen (2 - 3 mal - Nykturie), schwacher Urinstrahl und Harndrang.

Die Prostatavergrößerung hängt mit hormonellen Veränderungen zusammen, die nach dem 50. Lebensjahr auftreten.

Vergrößerung der Prostata (Prostatahyperplasie)

Fakten

  • Vollnarkose oder Spinalanästhesie
  • Krankenhausaufenthalt 1-3 Tage (miniinvasive Eingriffe nur ambulant)
  • Eingriff dauert 60 Minuten
  • Genesung in 5 Tagen

Die Behandlung ist mit Medikamenten (Alpha-1-Blocker, 5-Alpha-Reduktase-Hemmer, Antimuskarinika, Beta 3-Rezeptoragonist, 5-Phosphodiesterase-Hemmer (PDE-5-Hemmer) und mit pflanzlichen Präparaten (Phytopharmaka/Pflanzenmittel) möglich. In späteren Stadien ist bereits eine chirurgische Behandlung notwendig.

Unter den chirurgischen Eingriffen unterscheiden wir die klassischen chirurgischen Eingriffe:

  • Die transurethrale Resektion der Prostata (TUR) und die transurethrale Inzision der Prostata (TUI) sind endoskopische Operationen mit Resektion eines Teils der Prostata, sie werden in Narkose von der Hüfte abwärts (Spinalanästhesie) oder in Vollnarkose durchgeführt.
  • Photoselektive Vaporisation der Prostata (PVP) - Der Laser nutzt Energie, um die Prostata verdampfen.
  • Holmium-Laser-Resektion - endoskopische Entfernung der Prostata mit einem Laserstrahl.
  • Transurethrale Elektrovaporisation der Prostata (TUEVAP) - Mit Hilfe einer Elektrode wird das Prostatagewebe mit elektrischem Strom verdampft.

  • EchoLaser - ist die modernste Behandlung bei vergrößerter Prostata. 

EchoLaser ist eine der neuesten und am wenigsten invasiven Methoden zur Behandlung der benignen Prostatahyperplasie (BPH) bei Männer, die sich keiner größeren Operation im Krankenhaus unterziehen und keine Medikamente einnehmen möchten. Dank des EchoLaser-Geräts wird mit Hilfe der Ultraschallnavigation die betroffene Stelle genau lokalisiert und anschließend mit einem Laser eine thermische Ablation der Prostata durchgeführt.

  • Wasserinduzierte Thermotherapie (REZUM) – durch Erhitzen der Prostata mithilfe von Wasserdampf aus einem eingeführten therapeutischen Katheter reduzieren wir Prostatageweb. 
  • Einführen eines Stents in die Prostata – der verengte Raum der Harnröhre wird durch Einführen einer Dehnfeder erweitert.

Nach den Eingriffen tritt blutiger Harn auf, größere Operationen erfordern eine mehrtägige Katheterisierung der Blase (Einführen eines Harnkatheters durch den Penis).

Miniinvasive Eingriffe sind in der Regel schonender, einige werden nur ambulant durchgeführt und führen zu einer schnelleren Genesung.

Die geeignete Art der Operation hängt auch vom Grad der Prostatahyperplasie ab – je größer die Hyperplasie, desto umfangreicher muss der Eingriff durchgeführt werden.