Parodontitis (Zahnfleischerkrankung)
Inhalt
Beschreibung
Parodontitis ist eine Entzündung des Zahnfleisches und des Kieferknochens (des Gewebes, in dem die Zähne verankert sind).
Es bildet sich eine Zahnfleischtasche (Parodontaltasche) zwischen Zahn und Zahnfleisch, in der sich Bakterien ansammeln, Plaque und Zahnstein entstehen und Entzündungen auftreten.
Parodontitis äußert sich durch Zahnfleischbluten, freiliegende Zahnhälse, Mundgeruch und kann zum Zahnverlust führen.
Fakten
- Lokalanästhesie
- Ambulanter Eingriff
- Behandlung dauert 60 Minuten
- Genesung in 5 Tagen
Parodontitis ist die Bezeichnung für eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontium).
Der Zahnhalteapparat besteht aus:
- Zahnfleisch
- Knochen um den Zahn herum
- Wurzelzement
- Bindegewebsfasern, die den Zahn festigen.
Eine Entzündung entsteht bei mangelnder Mundhygiene, übermäßiger Plaquebildung und wird durch Rauchen begünstigt.
Die Behandlung der Parodontitis erfolgt durch die Abteilung für Zahnmedizin – Parodontologie.
Die Behandlung umfasst:
- Entfernung von Zahnstein und Plaque (Zahnbelag) – sogenannte Zahnsteinentfernung (Scaling)
- Glättung der Zahnwurzel (Root Planing)
- Tiefenreinigung der Zahnwurzeln (Kürettage der Zahnfleischtaschen). Man unterscheidet:
- geschlossene Kürettage (Reinigung der Zahnfleischtasche)
- offene Kürettage (chirurgischer Eingriff). Das Zahnfleisch wird angehoben, da die Zahnfleischtasche an der Zahnwurzel tiefer ist.
Der Eingriff wird häufig ohne Betäubung durchgeführt. In schwereren Fällen ist jedoch eine Parodontaloperation (z. B. offene Kürettage, Zahnfleischkorrektur) unter örtlicher Betäubung erforderlich.